Ausgangslage

Bildung und Erziehung gehörten in den vergangenen zwei Jahrtausenden zu den Kernanliegen der christlichen Gemeinde. Die Forderung, dass Bildung für alle Kinder zugänglich sein muss – für arme und reiche, für Mädchen und Jungen – wurde in der Reformation erfüllt. Die Volksschule hat ihre Wurzeln damit im Christentum. Heute beobachten wir aber, dass Gott in der öffentlichen Schule kaum ein Thema ist. Der Staat hat die Kirche als Schulträger abgelöst.

Daneben gibt es eine Reihe von Privatschulen. Sie decken meist ein Nischenangebot ab (Vorbereitung auf eine höhere Schule, Nachhilfe, Sportschulen). Andere sind weltanschaulich motiviert. Dazu gehören die anthroposophisch ausgerichteten Steiner-Schulen oder christliche Privatschulen. Sofern diese Schulen das Segment der Volksschule abdecken, erhalten sie, bis auf wenige Ausnahmen, keine staatliche Unterstützung. Eine Änderung dieser stossenden Situation ist nicht absehbar.

In den letzten 20 Jahren konnte man verschiedene Vorstösse beobachten, mit denen Christen Einfluss auf das Bildungswesen nahmen. Dazu gehören die VBG (Vereinigte Bibelgruppen), die über die Pädagogischen Hochschulen und die Universitäten Impulse ins Bildungswesen geben. Auch Initiativen wie MiK (Mütter in Kontakt) oder die christlichen Bekenntnisschulen, die gerade in Deutschland über ein grosses Netzwerk verfügen, prägen den Bildungssektor. Probleme an der Volksschule, aber auch die von uns durchgeführten Bildungssymposien, bewirkten eine zunehmende Offenheit für die Gründung neuer Privatschulen auf christlicher Basis.

Die Motive zur Gründung von Privatschulen auf christlicher Basis sind unterschiedlich: Die christliche Tradition der Schule, der Schutz vor zerstörerischen Einflüssen, die Schule als Jüngerschaftstraining, als Ort der Vermittlung christlicher Werte und als Antwort auf die Not der Gesellschaft im Bereich der Bildung.
ICB setzt sich für die Gründung und Förderung von Schulen ein, die den christlichen Glauben als Gesamtkonzept für das Leben verstehen. Dies hat nichts mit einem Rückzugs- oder Ghettoverhalten zu tun. Die Kinder sollen befähigt werden, sich für diese Welt zu engagieren und sie positiv zu beeinflussen.

Mit der Visionja AG (seit 1996), der Schulkooperative Biel (seit 1997) und der Stiftung SalZH (seit 2002) haben sich verschiedene Schulmodelle mit dieser Ausrichtung entwickelt, die andere Gründungsinitiativen inspirieren und als Modelle dienen können.
Wir achten die Volksschulen als eine der grössten Errungenschaften unserer Gesellschaft. Unsere auf christlicher Basis geführten Schulen verstehen wir als wichtige und notwendige Alternative zur Volksschule.