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Bildungssymposium 2021

Was ist der Mensch? Grundlagen christlicher Erziehung und Bildung

«Kirche ohne Bildung geht nicht. Und die Vergangenheit zeigt, dass auch Bildung ohne Kirche nicht wirklich funktioniert, weil die kirchlichen Institutionen seit jeher zugleich Bildungsorte der Gesellschaft waren». Mit diesen Worten begrüsste Benjamin Rohlfing, Gemeindeleiter der Christlichen Gemeinde Basel, die über 100 Lehrpersonen aus Christlichen Schulen der Deutschschweiz zu ihrem jährlichen Bildungssymposium in den Räumen seiner Gemeinde in Riehen. Im gleichen Gebäude ist auch die Prisma Schule als eigentliche Gastgeberin des Anlasses zu Hause. Beide Institutionen teilen sich Räumlichkeiten und vor allem auch den Auftrag, Menschen in die Nähe von Jesus zu führen.

Am Freitagnachmittag referierte Dr. Stefan Wenger unter dem Titel „Was ist der Mensch?“ Sein biblisch-theologischer Blick auf die Anthropologie (die Lehre vom Menschen) schuf im Publikum einige Aha-Erlebnisse und festigte zugleich das Fundament für die tägliche Arbeit der angereisten Lehrpersonen. «Der Mensch ist als Gottes Ebenbild geschaffen und hat den Auftrag, die Schöpfung Gottes zu hegen und zu pflegen, damit sie zu einem Ort wird, der etwas von Gottes Herrlichkeit erstrahlen lässt und an dem die Geschöpfe ihrem Schöpfer begegnen können.» Unter anderem leitet Stefan Wenger daraus ab, dass wir als Menschen verantwortlich sind für unser Handeln mit Blick auf uns selbst, unseren Mitmenschen gegenüber und gegenüber der Schöpfung. Die Kinder – die übrigens von Beginn an ebenfalls Ebenbilder Gottes und auch eine Gabe Gottes sind (Ps 127,3-5) – wollen deshalb von Erwachsenen (Eltern und Lehrpersonen) in diesen Auftrag begleitet werden. Als oberstes Ziel der Pädagogik erwähnt Stefan Wenger neben der Gottesfurcht die Gemeinschaftsfähigkeit. «Denn Gott hat den Menschen nicht primär zum Gehorsam, sondern zur Gemeinschaft mit sich selbst und den Mitmenschen geschaffen».

Der zweite Tag des Weiterbildungs- und Vernetzungstreffens war dem fachlichen Austausch gewidmet. Jede Schule brachte ein gelungenes Projekt oder eine herausfordernde Frage mit und gestaltete damit einen Workshop mit den Lehrpersonen der anderen Schulen. So wurde z.B. die Frage diskutiert, wie der Übertritt in die Sekundarstufe durchlässiger gestaltet werden kann oder welche möglichen Antworten es aus christlicher Sicht zum Klimawandel gibt. In anderen Workshops wurden die Teilnehmenden in die «Neue Autorität» oder in eine neue Methode zum Sprachelernen eingeführt.

Das Treffen in Riehen unterstrich einmal mehr die Wichtigkeit der Vernetzung und des regelmässigen Austauschs unter den christlichen Schulen.

Das nächste Bildungssymposium findet am 18./19. November 2022 in Winterthur statt.